Rostock

Die Hansestadt Rostock ist die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns und zugleich die stolzeste. Bereits 1218 erhielt sie das Stadtrecht und blühte als Mitglied der Hanse auf. Viele Häuser in Backsteingotik sind bis heute erhalten und erinnern an den Reichtum der Kaufleute, die über die Ostsee vor der Tür mit der ganzen Welt Geschäfte machten. Heute fährt man mit dem Zug nach Rostock und bedient sich dabei der schnellen ICs. Ab Hamburg ist man in knapp zwei Stunden am Hauptbahnhof. Zum Bahnhof Warnemünde, im strandnahen Stadtteil Rostocks, nimmt man die S-Bahn. Am Wochenende steht aber auch der Warnemünde-Express zur Verfügung, der direkt von Berlin in gut drei Stunden ins Strandbad fährt.

Rostock besichtigen

Rostock umschlingt mit seiner Bebauung die Warnow, die nördlich der Innenstadt in die Ostsee fließt. Die Innenstadt mit ihrem relativ geschlossenen historischen Stadtkern befindet sich auf dem linken Ufer. Nach der Anreise mit dem Zug nach Rostock und Ankunft am Hauptbahnhof muss man zunächst gut sechs Minuten laufen, bis man am Steintor das Zentrum und gleichzeitig die einstige Rostocker Stadtbefestigung erreicht. Insgesamt vier historische Tore, ein Wehrturm sowie größere Teile der Stadtmauer mit Wieckhäusern (Wachhäuschen) und Teile des Festungswalls sind noch gut erhalten.

Drei Minuten Fußweg entfernt steht die Nikolaikirche, eine der ältesten noch erhaltenen Hallenkirchen im Ostseeraum. Im imposanten Backsteinbau findet man drei ungewöhnliche Wohnetagen im gotischen Hallendach. Geht man ein paar Minuten weiter nördlich, kommt man zur St. Petrikirche, dessen 117 Meter hoher Turm über Jahrhunderte Seeleuten als Anhaltspunkt diente. Ein Fahrstuhl führt heute zur 45 Meter hohen Aussichtsplattform, von wo aus man einen herrlichen Blick über die Stadt bis zur Ostsee hat.

Die schönste und bedeutendste Kirche der Hansestadt ist die St. Marien aus dem Jahr 1230 mit ihrem mächtigen Westbau und Turmmassiv. Man findet sie im Stadtzentrum, rund fünf Minuten entfernt und sieht schon von weitem die gewaltige, dreischiffige Basilika, die über eine reiche Innenausstattung verfügt. Ihr gegenüber steht das im 13. Jahrhundert erbaute Rathaus mit seinen sieben Türmen und der beeindruckenden barocken Fassade aus dem 18. Jahrhundert. Und obwohl Rostock im Krieg viel Zerstörung hinnehmen musste, sind viele prachtvolle gotische Kaufmannshäuser erhalten geblieben, die auch das Stadtbild vom Wasser aus in beeindruckender Weise prägen. Apropos Wasser: Fischgerichte sind hier eine Spezialität und schmecken in maritim eingerichteten Gasstätten in den hanseatischen Backsteinhäusern gleich nochmals so gut. Kiek mal wedder in, sagen die Rostocker, und meinen das auch so.