Potsdam

Bei Potsdam denkt man spontan an Friedrich den Großen, Preußen, die Potsdamkonferenz, an die Glienicker Brücke, an Schloss- und Parkanlagen und an die Filmstudios Babelsberg. Der Zug nach Potsdam hält im Hauptbahnhof, dem wichtigsten der brandenburgischen Landeshauptstadt, die bereits in der frühen Bronzezeit besiedelt war. IC und ICE bringen euch in rund vier Stunden von Bremen, von München in sieben und von Magdeburg in einer Stunde nach Potsdam. Wer so bequem mit der Bahn reist, kann auch gleich mit dem Sightseeing beginnen. Raus aus dem Bahnhofsgebäude und ihr findet euch gleich im Nuthe-Park wieder. Am Havelufer entlang geht es in die Innenstadt, zum historischen Park Babelsberg, wo sich das Kleine Schloss in englischer Tudor-Gotik in die Parklandschaft schmiegt.

Potsdam besichtigen

In der Nähe liegt Schloss Babelsberg, einst Sommerresidenz von Kaiser Wilhelm I. Dahinter, am Glienicker See, ist das als Moschee verkleidete Dampfmaschinenhaus, früher für die große Fontäne für Schloss Sanssouci zuständig. Von dort aus kommt ihr über die Lankestraße in den Park zum Schloss Glienicke, der Sommerresidenz von Prinz Carl von Preußen. Hier erfüllte sich sein Traum einer italienischen Villa, entworfen vom berühmten Architekten Schinkel.

Zurück über die Glienicker Brücke geht es zum Wahrzeichen Potsdams: Schloss Sanssouci. Da das noch ein ordentlicher Fußweg von einer halben Stunde ist, könnt ihr entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder ihr holt euch ein Fahrrad an einer der Radstationen. Sanssouci ließ sich Friedrich II. als Sommerschloss im Rokokostil erbauen. Daraus wurde eines der bekanntesten Hohenzollernschlösser mit einer spektakulären Parkanlage und terrassiertem Weinberg. Das gelungene Zusammenspiel von Natur und Kunst macht diese Schlossanlage so besonders. Für die Innenarchitektur ließ sich Friedrich von französischen wie italienischen Höfen inspirieren, behielt jedoch insgesamt den ihm eigenen, nüchternen Stil bei. Allein dieses Schloss ist eine Fahrt mit dem Zug nach Potsdam wert.

Nach Sanssouci habt ihr euch eine kulinarische Pause verdient. An Restaurants mangelt es nicht. Dort findet ihr Fisch aus der Umgebung, Kassler, Spreewalder Gurken, Teltower Rübchen und natürlich Kartoffeln in allen Variationen. Gestärkt geht es weiter zur Westseite des Parks von Sanssouci, zum größten Schloss Potsdams: das Neue Palais, die bedeutendste barocke Schlossanlage Preußens. Heute ist es ein Museum mit Schätzen aus aller Welt. Und im barocken Schlosstheater finden immer noch Aufführungen statt.