Mainz

Egal, aus welcher Himmelsrichtung man mit dem Zug nach Mainz fährt, die lebendige Universitätsstadt in der Mitte Deutschlands erreicht man in gut viereinhalb Stunden aus Städten wie Berlin, Hamburg oder München. Vom nahegelegenen Frankfurt, dem Drehkreuz des Zugverkehrs, sind es nur vierzig Minuten hierher, und neben Regionalzügen sind die flotten ICEs der Bahn die komfortabelste Anreisemöglichkeit in die über 2000 Jahre alte Rheinland-Pfälzische Landeshauptstadt. Für eine Reise bietet sie sich an, denn hier treffen römische Vergangenheit, mittelalterliche Buchdruckerkunst und moderne Gegenwart in spannender Weise aufeinander. Vom Gutenberg-Museum bis zur Sendezentrale großer Fernseh- und Rundfunkanstalten spannt sich der Bogen und fasziniert die Besucher.

Mainz besichtigen

Das von mittelalterlicher Baukunst geprägte Mainz erobert man am besten zu Fuß vom zentral gelegenen Hauptbahnhof aus. Von hier aus erreicht man in wenigen Minuten die malerische Altstadt mit dem imposanten Mainzer Dom, der aus dem Häusermeer herausragt und von überall aus gut zu sehen ist. Keine zwei Minuten Fußweg entfernt liegt das Gutenberg-Museum, mit dem die Stadt daran erinnert, dass hier die Buchdruckerkunst von Jonhannes Gutenberg erfunden wurde, dessen Namen man auf vielen Straßen und Plätzen findet und der außerdem Namensgeber der renommierten Universität ist. Im Museum erfährt man, wie die Erfindung von beweglichen Lettern vor über 600 Jahren zu einer Revolution des Denkens und Lesens führte. Umfangreiche Ausstellungen zur Geschichte der Drucktechnik, Typografie und des mechanischen Drucks faszinieren die Besucher, die obendrein zwei der weltweit nur 48 erhaltenen Gutenberg-Bibeln bestaunen können.

Wenn ihr mit dem Zug nach Mainz fahrt, werdet ihr eine mit gut 210.000 Einwohnern beschauliche, aber aufgrund des pulsierenden Universitätsbetriebs auch lebendige Stadt am Rhein erleben. Neben Sehenswürdigkeiten wie den mittelalterlichen Festungen, prachtvollen Barockbauten und der Neuen Synagoge, die ein Glanzstück moderner Architekturkunst ist, findet ihr in Mainz die Sendezentrale des Zweiten Deutschen Fernsehns. Diese erreicht ihr mit dem Bus in rund 15 Minuten - hier könnt ihr modernste TV- und Sendetechniken bewundern. 

Wenn man dann so richtig hungrig geworden ist, kehrt man am besten in die Altstadt zurück, gönnt sich einen Schoppen Weißwein aus Mainzer Lage und genießt dazu echte Mainzer Spezialitäten wie Handkäs mit Musik (in Essig und Öl eingelegte Zwiebeln) oder Quellmänner (Pellkartoffeln) mit Butter, Leberwurst und Salz. Und wenn die Mainzer vom WWW sprechen, meinen Sie nicht das Internet, sondern Weck, Worscht un Woi (Brötchen, Wurst und Wein). Lasst es euch schmecken!