Ludwigshafen am Rhein

Ob EC oder IC, ob aus Süden, Osten, Westen oder Norden. Die Bahn bringt euch täglich in wenigen Stunden mit dem Zug nach Ludwigshafen am Rhein. Vom Knotenpunkt Frankfurt am Main aus ist man in unter einer Stunde Fahrzeit hier. Der Hauptbahnhof der größten Stadt in der Pfalz ist ein kombinierter Teil- und Turmbahnhof, der 1969 neu erbaut wurde. Die Rheinmetropole geht auf eine römische Siedlung zurück. Bevor sie überhaupt zur Stadt wurde und ihren endgültigen Namen bekam, gehörte das Gebiet als Rheinschanze nach dem Wiener Kongress 1816, da linksrheinisch gelegen, zu Bayern. Nach der Errichtung einer privaten Handelsniederlassung mit künstlichem Hafenbecken wurde diese 1843 zu Ehren Ludwigs I. von Bayern Ludwigshafen getauft. 1852 wurde daraus eine Gemeinde und seit 1859 besitzt Ludwigshafen offiziell die Stadtrechte.

Ludwigshafen am Rhein besichtigen

Eine turbulente Vergangenheit also, der ihr überall begegnen werdet, wenn ihr den Zug nach Ludwigshafen verlassen habt und zu Fuß in die Innenstadt pilgert. Es ist nicht weit bis zum Wilhelm-Hack-Museum, das bedeutendste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Rheinland-Pfalz. Das zeigt allein schon die bunte Keramikfassade, die der legendäre Mirò gestaltete. Sie ist das Wahrzeichen des Museums, in dem unter anderem Werke von Liechtenstein, Kandinsky, Warhol, Mondrian hängen. Und auf keinen Fall dürft ihr das Schillerhaus im Stadtteil Oggersheim verpassen, dort seit ihr in 15 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im einstigen Gasthof Zum Viehhof (1750) stieg Friedrich Schiller, als Dr. Schmidt getarnt ab. Er war auf der Flucht, weil er nach der Uraufführung seiner „Räuber “mit Arrest belegt wurde und Schreibverbot bekam. Im Viehhof schrieb er die erste Fassung des „Fiesco“. 1959 wurde der Gasthof zur Schillergedenkstätte. Im Obergeschoss ist das Museum, wo man Erstausgaben und Handschriften von Schiller bewundern kann. Und gleich daneben ist die berühmte Schlosskirche Mariä Himmelfahrt. Die Saalkirche von 1775 besticht durch Frühklassizistik und hochbarocke Elemente. Besonders eindrucksvoll ist das Tonnengewölbe mit Stuckkassetten im Innenraum.

Im nahegelegenen Stadtpark Oggersheim könnt ihr die Füße ein wenig hochlegen oder euch in einem der vielen Restaurants mit pfälzischen Spezialitäten stärken. Ob ein Brötchen mit Pfälzer Leberwurst oder Flääschknepp mit Meerrettichsoß hängt von eurem Appetit ab. Wer im Sommer unterwegs ist, hat die Qual der Wahl, denn an Festivals mangelt es nicht. Kultursommer, Internationales Straßentheaterfestival, Filmfest, Jazz am Rhein, gehören zu den Top-Events der Rheinmetropole.