Duisburg

Ob in dreieinhalb Stunden von Hamburg, in drei Stunden von Stuttgart oder in viereinhalb Stunden von Magdeburg aus: Für eine Urlaubsfahrt mit dem Zug nach Duisburg gibt es beste Verbindungen. Selbst der THALES kommt von Paris oder Brüssel in die Ruhrmetropole. Einfahrt ist für ICs und ICEs auf dem Hauptbahnhof, dem größten und wichtigsten der Stadt. Zu den Regionalbahnhöfen gehören Großenbaum, Rheinhausen und Wedau. Wie bei den meisten Städten am Rhein, waren es im 1. Jahrhundert n.Chr. die Römer, die als erste eine feste Besiedelung bauten. Dass um 740 schon mit der Anlage eines Königshofes begonnen wurde, der späteren Duisburger Königspfalz, wurde beim Bau des Rathauses um 1900 entdeckt.

Duisburg besichtigen

Am besten beginnt ihr eure Entdeckungsreise am Kuhlenwall. Knapp 20 Minuten benötigt ihr zu Fuß dorthin, wo die Reste der historischen Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert stehen. Sie gilt als eine der ältesten im Rheinland. Von dort aus ist es ein Katzensprung zum Burgplatz, dem historischen Kern der Stadt. Hier steht das Rathaus mit dem Mercatorbrunnen. Dahinter wurde eine archäologische Zone eingerichtet mit Fundstücken der mittelalterlichen Markthallen. Auch Amphoren, Hölzer und Gefäßscherben sind zu sehen.

Gleich neben dem Rathaus erhebt sich die Salvatorkirche von 1316, eines der bedeutendsten spätgotischen Kirchenbauwerke am rechten Niederrhein. Bevor ihr hinter der Kirche weiter zum Altstadtpark geht, macht ihr einen Schlenker über die Nonnengasse zum Dreigiebelhaus, dem ältesten erhaltenen Wohnhaus Duisburgs. Nun geht es zum Park in den Garten der Erinnerung, wo ihr einer faszinierenden Umwandlung von Gebäuderesten zu Parkbestandteilen begegnet, die auf die ehemalige Nutzung als Binnenhafen hinweisen.

Stichwort Park. Wer einmal mit dem Zug nach Duisburg reist, darf sich auf keinen Fall den Landschaftspark Duisburg Nord entgehen lassen. Hier helfen nur öffentliche Verkehrsmittel und unterwegs könnt ihr eure Geschmacksknospen auf Touren bringen mit Frikas, später könnt ihr euch immer noch an Ärpel mit Schlaat oder Himmel und Erde versuchen. Das 230 ha große Gelände entstand rund um das stillgelegte Hüttenwerk Meiderich und ist heute ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. Es gibt Führungen bei Tag und Nacht zu den wichtigsten Elementen: der beleuchtete Hochofen mit Besucherplattform, das Krokodil mit Lichtinstallationen und das größte künstliche Tauchzentrum Europas im alten Gasometer.