Chemnitz

Nun heißt es eintauchen in ein bedeutendes Stück Industriegeschichte: Auf geht es mit dem Zug nach Chemnitz. Chemnitz ist mit rund 250.000 Einwohnern nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Sachsen. Aufgrund der wichtigen Rolle als Industriestadt war Chemnitz bereits 1852 über eine Eisenbahnstrecke an Dresden und Leipzig angebunden. Heute erreicht man Chemnitz vom rund 80 Kilometer nordöstlich gelegenen Dresden aus mit der Regionalbahn in nicht einmal 1 Stunde. Und im während der DDR-Zeit in Karl-Max-Stadt umbenannten Chemnitz gibt es so einiges zu entdecken. Zunächst wäre da einmal das Wahrzeichen der Stadt – das vom russischen Künstler Lew Kerbel gestaltete Karl-Marx-Monument. Aber die bewegte Geschichte von Chemnitz reicht natürlich viel weiter zurück.

Chemnitz besichtigen

In der Tat beginnt diese nämlich bereits im Mittelalter. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt geht auf das Jahr 1143 zurück. Und Zeugen für diese Zeit gibt es noch so manche. In erster Linie den Roten Turm, dessen Untermauerung aus Bruchstein aus dem späten 12. Jahrhundert stammt. Ihn könnt ihr vom Hauptbahnhof Chemnitz aus bequem zu Fuß erreichen: Vorbei geht es an der Technischen Universität, einer der renommiertesten in ganz Deutschland, weiter über das Karl-Marx-Monument bis zum rund 700 Meter entfernt liegenden Roten Turm. Noch etwa 200 Meter hinter diesem Denkmal erhebt sich das Alte Rathaus, das ebenfalls einen Abstecher wert ist. Gleich daneben liegt die Jakobikirche, die zu den ältesten Sakralbauten der Stadt gehört.

Nach der Fahrt mit dem Zug nach Chemnitz und einem kulturell reichhaltigen Stadtrundgang ist es nun aber Zeit für eine Erfrischung. Mit den sage und schreibe 666 gastronomischen Einrichtungen zeichnet sich Chemnitz durch eine sehr hohe „Kneipendichte“ aus. Ihr habt also die Qual der Wahl. Vor allem das Schlossviertel ist bekannt für ein bewegtes Nachtleben. Aber auch kulinarisch braucht sich Chemnitz ganz und gar nicht zu verstecken. Die Küche ist inspiriert von traditionell erzgebirgischen Rezepten. Eine Besonderheit sind die so genannten Klitscher, Kartoffelpuffer auf Chemnitzer Art.

Wenn ihr in der Weihnachtszeit in der Stadt seid, könnt ihr euch schon mal auf das berühmte „Neunerlei“ vorbereiten: ein Weihnachtsessen, das aus ganzen neun Gerichten besteht, darunter Bratwurst, Sauerkraut, Linsen, Klöße, Gans und rote Rüben.