Bochum

Zehn Bahnhöfe hat Bochum, der wichtigste aber ist der denkmalgeschützte Hauptbahnhof auf dem ihr ankommt, wenn ihr den Zug nach Bochum wählt. ICs und ICEs bringen Reisende aus der ganzen Republik in die nordrhein-westfälische Großstadt. Sie ist bekannt für das Deutsche Bergbaumuseum, Ruhrstadion, Planetarium und Industriedenkmäler. Das Stadtgebiet rund um den Oelbach lässt auf eine Besiedelung in der späten Jungsteinzeit schließen. Karl der Große fand so großes Interesse an diesem Standort, dass er um 800 dort einen Reichshof anlegen ließ. Bis ins 19. Jahrhundert blieb Bochum Ackerbaustadt, trotz des seit dem 14. Jahrhunderts belegten Steinkohleabbaus. Erst 1841 begann ihr Aufstieg als Zechenstadt.

Bochum besichtigen

Siedlungskern von Bochum ist die Altstadt, vom Bahnhof in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. In der Großen Beckstraße findet ihr die Propsteikirche St. Peter und Paul. Sie hat ihren Ursprung vermutlich als Holzkapelle, die auf Geheiß von Karl dem Großen um 800 gebaut wurde. Im 11. Jahrhundert wurde sie durch eine steinerne Saalkirche ersetzt. Der 68 Meter hohe Kirchturm mit sechs Glocken aus Gussstahl von 1547 ist ein Wahrzeichen Bochums. Kostbare Kunstwerke im Inneren sind der romanische Taufstein von 1175, neugotische Schnitzaltäre und ein Reliquienschrein von 1100. Von dort geht's ins Deutsche Bergbaumuseum mit einem Anschauungsbergwerk, das 20 Meter in die Tiefe führt. Wieder an der Erdoberfläche, seid ihr zehn Minuten später im Zeiss Planetarium, einem der modernsten der Welt. In Sichtweite ist schon der Stadtpark Bochum mit Tierpark und Fossilium.

Knurrende Mägen lassen sich mit der heißgeliebten und scharf gewürzten Currywurst beruhigen. Die Wurst hat absoluten Kultstatus, der sogar Herbert Grönemeyer, in Bochum aufgewachsen, einen Song gewidmet hat. Ansonsten steht regionale Hausmannskost wie Kartoffelsuppe, Pfefferpotthast oder Schnibbelbohnensuppe auf der Speisekarte. Am besten ihr probiert euch durchs Bermudadreieck in der Innenstadt, das wichtigste Kneipenzentrum des Ruhrpotts mit über drei Millionen Gästen pro Jahr. Gäste, die Bochum auch als Theaterstadt schätzen, mit mehr als 20 Spielstätten, darunter das renommierteste Sprechtheater Deutschlands, an dem Intendanten wie Zadek, Peymann oder Haußmann wirkten. Und dann sind da noch die ganzen Veranstaltungen. Vom Maiabendfest im Frühling über Bochum Total, den Musiksommer, die Bachtage bis hin zu den Kinder- und Jugendtheatertagen. Eine Fahrt mit dem Zug nach Bochum lohnt sich, zu jeder Zeit.