Bahnfahren in Deutschland

Auf den ersten Blick scheint das Zugsystem in Deutschland recht einfach, schließlich gibt es nur einen einzigen großen Anbieter. Die Deutsche Bahn betreibt die Hochgeschwindigkeitszüge ICE und IC sowie die regionalen Zugtypen RE, RB und S-Bahn. Tatsächlich ist es jedoch gar nicht so einfach zu verstehen, wie genau das Zugfahren in Deutschland funktioniert - vor allem weil regionale Strecken immer häufiger auch von privaten Bahnunternehmen befahren werden, wird das System stetig komplexer. So funktioniert’s:

Der ICE ist der Ferrari ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 320 Stundenkilometern der Ferrari unter den deutschen Bahnen. Dieser Zug macht das bereisen von langen Strecken wie Hamburg - München oder Köln - Berlin einfach, angenehm und vor allem schnell. Tickets für den ICE gibt es im sogenannten ‘Sparpreis’ ab 19 Euro - diese gelten für die zweite Klasse und eine Strecke von bis zu 250 Kilometern. Preise für längere Strecken starten ab 29 Euro in der zweiten und 39 Euro in der ersten Klasse. Für diese Tickets besteht Zugbindung, außer ihr müsst regionale Züge oder S-Bahnen nehmen, um zum Startbahnhof oder vom Zielbahnhof in einer größeren Stadt an euer Endziel zu gelangen - in dem Fall könnt ihr die regionalen Züge nehmen, wann immer es euch passt. Der Sparpreis ist bis zu 90 Tage vor Reisedatum buchbar. Wir empfehlen eine frühzeitige Buchung, da die Tickets zum besten Preis schnell ausverkauft sind.

Zugtickets für Regionalbahnen müsst ihr nicht im Voraus buchen, da hier keine Platzreservierung möglich ist und es keine Ticketkontingente gibt. Das bedeutet, dass ihr die Fahrkarte immer zum gleichen Preis erhaltet und diese nicht vorab reservieren könnt. Habt ihr längere Reisen mit der Regionalbahn geplant, dann könnt ihr von einigen Sondertickets profitieren. So gibt es beispielsweise den ‘Sparpreis Gruppe’ oder das ‘Schönes-Wochenende-Ticket’, das sich vor allem mit mehreren Reisenden lohnt und zu beliebig vielen Fahrten an einem Wochenende berechtigt.

 

Züge in Italien

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Trenitalia, Italo, Trenord und Thello; Regional-, InterCity- und Highspeed-Züge - ja, wie in vielen europäischen Ländern ist das Zugsystem auch in Italien recht kompliziert. Genau deshalb gibt es Trainline - so müsst ihr euch keine Sorgen um Zugtypen, Ticketpreise und Reiseklassen machen. Interessiert euch die Welt der italienischen Bahnen so sehr, dass ihr trotzdem mehr erfahren wollt? Dann einfach weiterlesen.

Wart ihr in Italien schon einmal mit dem Auto unterwegs, dann wisst ihr, dass nicht nur das Fahren, sondern auch das Navigieren und Parken in italienischen Städten einer besonders fiesen Mutprobe gleicht. Viel einfacher und entspannter ist es, per Zug zu reisen - 

das Schienennetz ist gut ausgebaut und verbindet selbst kleinste Orte wie etwa die Dörfer von Cinque Terre miteinander. Seit einigen Jahren macht der private Anbieter Italo mit seinen hochmodernen Schnellzügen der Staatsbahn Trenitalia Konkurrenz.

Italo ist der erste private Anbieter von Hochgeschwindigkeitszügen in ganz Europa, und ein sehr guter noch dazu. Die Bahnen verkehren auf den Strecken Turin - Milan - Bologna - Florenz - Rom - Neapel - Salerno und Venedig - Bologna - Florenz - Rom - Neapel. Sie haben für viele Geschäftsleute das Flugzeug auf Routen innerhalb Italiens komplett ersetzt. Die Klassen Smart, Smart XL und Prima entsprechen der zweiten Klasse, der ersten Klasse ohne Service und der ersten Klasse im Komplettpaket. An allen Plätzen sind Steckdosen und gratis WLAN verfügbar. Für Luxusliebende gibt es die exklusive ‘Club’-Klasse - wenige ausgewählte, besonders komfortable Plätze an Bord.

Um mit dem neuen Stern am Highspeed-Himmel mitzuhalten, hat auch Trenitalia seine Hochgeschwindigkeitszüge ausgebaut. Die ‘Frecciarossa’ düsen mit bis zu 300 km/h durchs Land und können durchaus mit den Italo-Bahnen mithalten. Für gemütliches Reisen eignen sich die Regionalbahnen von Trenitalia - sie ähneln mit Zugtypen EuroCity (EC), Regionale (R) und Suburbano (S) den deutschen Regionalbahnen.

 

Züge in Spanien

Wie in Deutschland wird auch das Bahnstreckennetz in Spanien von einem einzigen Anbieter betrieben - in diesem Fall Renfe. Ebenso ist es in regionale und Hochgeschwindigkeitsstrecken unterteilt. Die schnellsten Schnellzüge heißen im sonnigen Spanien “AVE” (Alta Velocidad Española) und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 350 Kilometern pro Stunde. So legen sie die 700 Kilometer lange Strecke zwischen Madrid und Barcelona in gerade einmal zweieinhalb Stunden zurück. Weitere Zugtypen sind Alvia, die Strecken im ganzen Land befahren, Avant, ein Hochgeschwindigkeitszug für kurze und mittlere Strecken, Altaria, der zwischen dem Zentrum Spaniens und dem Süden verkehrt und Euromed, welcher Katalonien und Valencia verbindet.

 

Der nächste Spanienurlaub ist schon geplant? Dann schnell Tickets über Trainline sichern, denn keine andere Plattform macht das Buchen von grenzübergreifenden Bahntickets so einfach. Das zeigt sich schon bei der Auswahl der Klasse: wir kategorisieren unsere Tickets stets in 1. und 2. Klasse, welche bei Renfe ‘Preferente’ und ‘Turista’ entsprechen. In den modernsten AVE-Zügen steht die ‘Turista Plus’ zur Verfügung - dabei handelt es sich um Sitze der ersten Klasse, an denen im Gegensatz zu ‘Preferente’-Plätzen keine Mahlzeit serviert wird.

Gut zu wissen: egal wo ihr in Spanien in einen Hochgeschwindigkeitszug einsteigt, ihr müsst immer eine Sicherheitskontrolle passieren. Hier wird das Gepäck durchleuchtet - eine Sache von wenigen Minuten, trotzdem empfiehlt es sich, extra Zeit für diese Kontrolle einzuplanen.

Regionalbahnen funktionieren in Spanien ziemlich genau wie ihr Äquivalent in Deutschland: sie verbinden einzelne Regionen und machen zahlreiche Zwischenstopps auf ihrem Weg zum Ziel. S-Bahnen verbinden verschiedene Stadtteile miteinander; für beide Zugarten können Tickets nicht online, sondern nur am Bahnhof gekauft werden - eine Platzreservierung ist also nicht notwendig.

 

Züge in Frankreich

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TGV, TER, Intercité… Auch wenn es in Frankreich nur einen einzigen Bahnanbieter gibt - SNCF - scheint das System für nicht-französische Reisende oft verwirrend. Das 30.000 Kilometer lange Schienennetz Frankreichs wird von einer großen Zahl verschiedener Züge befahren, die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten verschiedene Streckenabschnitte befahren. Der TGV, der Hochgeschwindigkeitszug, ist der ganze Stolz von SNCF. Mit bis zu 300 Stundenkilometern düst der Zug zwischen großen Städten wie Paris, Nizza und Lille hin und her. Die Waggons sind modern ausgestattet und bieten neben Steckdosen an allen Plätzen auch extra Optionen und Services für Familien und Geschäftsreisende an.

Die Intercité-Züge sind die “Klassiker” auf den französischen Schienen und verbinden größere Städte miteinander. An Bord der Züge, die mit bis zu 

200 km/h unterwegs sind,  gibt es entweder ein Bord-Bistro oder einen Mitarbeiter, der mit einem Speisetrolley durch die Gänge fährt. Kürzere Strecken werden von Zügen des Typs TER zurückgelegt, dem französischen Regionalexpress. Dieser erreicht eine

Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern und kann mit regionalen deutschen Anbietern verglichen werden. Generell gilt: wenn ihr eure französischen Bahntickets über Trainline bucht, kann der Zugtyp euch völlig egal sein. Denn wir planen für euch die einfachste, schnellste und günstigste Reiseroute - Bon voyage!