Reisen im Zug sind bekanntlich die angenehmsten. Sie sind schnell, ökologisch und meist pünktlich und dabei kann man aus dem Fenster schauen und die Landschaft genießen oder im Board-Restaurant einen Kaffee trinken. Das gilt besonders für Deutschland, wo die Bahn das wichtigste Transportmittel ist und praktische jede Region des Landes erreicht. Mehr als 4,5 Millionen Fahrgäste befördert etwa die Deutsche Bahn täglich. 29.000 Züge fahren zu mehr als 5.500 Stationen auf einem Streckennetz von 35.000 Kilometern. Das macht Reisen durch das Land mit dem Zug zur bequemsten Art der Fortbewegung. Nur kann man da schnell den Überblick verlieren. Wir haben ein paar Tipps und Tricks rund um das Zugfahren in Deutschland zusammengestellt – so klappt es garantiert mit der Rundreise.

Zugtypen und günstige Tickets

Zunächst einmal lohnt es sich die verschiedenen Zugtypen zu kennen. Denn während ICE (Intercity Express) und IC (Intercity) wie Pfeile durch die Landschaft zu ihrem Ziel sausen, ist der RE (Regionalzug) die gemütliche und langsame Variante, die an vielen Provinzstationen Halt macht. Dabei hat es zum Beispiel Vorteile, eher nach IC-Tickets zu schauen, denn diese Züge sind oft genauso schnell wie der ICE aber weniger ausgebucht und bieten mehr Beinfreiheit. In Sachen Preis gibt es weitere Möglichkeiten, das Budget nicht zu sprengen. Denn Bahnfahren ist bequem und ökologisch sinnvoll, aber die preiswerteste Art zu Reisen ist es aber unter Umständen nicht. Eingeweihte können aber äußerst günstig mit der Bahn fahren. Auf www.trainline.de etwa gibt es viele günstige Tickets zu kaufen. Die Angebote können für Halter einer BahnCard noch weiter reduziert werden. Last Minute oder sehr frühe Buchungen sind ebenfalls einfache Wege, an preisgünstige Tickets zu kommen.

Reisen im Schlafwagen

Deutschland ist kein kleines Land. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt an ihrer längsten Stelle immerhin 876 Kilometer, und das ist Luftlinie. Daher kann eine Reise von Kiel nach München durchaus mal lang werden. Wer hier nicht einen ganzen Reisetag verlieren möchte und dabei noch etwas Zugreiseromantik erleben möchte, der ist mit einem Nachtzug gut beraten. Auch die verkehren auf den Hauptachsen. Die Betten sind (je nach Buchung) bequem und am nächsten Morgen wacht der clevere Reisende ausgeruht an seinem Ziel auf. Selbst wenn die Kosten manchmal etwas höher sind, spart man sich die Unterkunft vor Ort und hat einen ganzen Tag zum Entdecken gewonnen. Aber auch wer tagsüber fährt und eventuell keinen Sitzplatz mehr bekommen hat, kann eine ruhige Kugel schieben. Wer ohne Sitzplatzreservierung auf dem Bahnsteig steht oder sich diese einfach gespart hat, der kann mit einem einfachen Trick meist einen sicheren Sitzplatz ergattern. Das Buchungssystem vergibt die Tickets immer vom Board-Restaurant ausgehend. Das heißt je weiter weg vom Board-Restaurant man einsteigt, umso größer ist die Chance auf einen Sitzplatz, mit dem die Reise garantiert angenehmer ist.

Wer diese Tipps beachtet, hat meist mehr Spaß bei seiner Zugreise. Schließlich gilt, wer entspannt reist, kann umso spannendere Dinge an seinem Reiseziel erleben.