Es regnet und ist kalt draußen und ihr wisst nicht, was ihr tun sollt? Wir haben da ein paar Ideen für euch, die schnell das Trübsal verfliegen lassen und euren Geldbeutel schonen. Außerdem könnt ihr eure Kenntnisse in Geschichte und Kunst auffrischen und bei Freunden und Familie mit dem neugewonnenen Wissen glänzen - und all dies völlig kostenlos. Hier stellen wir die Top 5 Gratis-Museen Deutschlands vor, die gut mit dem Zug zu erreichen sind und die es wert sind, sie mal genauer von innen betrachtet zu haben.

1. Im Militärhistorischen Museum in Dresden kann Militärgeschichte hautnah erlebt werden.

Nachgestellte Szenen mit passender Geräuschkulisse aus dem Krieg, sind nur ein Teil dieses großangelegten Museums, welches durch innovative Bild- und Toninstallationen besticht. Von außen macht das Museum in der sächsischen Hauptstadt Eindruck durch seine klassische Architektur. Innen stehen allerlei Exponate zu militärischen Themen im Fokus. Dazu gehören unter anderem lebensgroße Modelle von Tieren, die in Kriegen Einsatz fanden (wie Elefanten) oder auch Technik, die angewandt wurde. Wechselnde zum Thema passende Sonderausstellungen, Vorträge und Lesungen ergänzen das Programm. Jeden Montag wird hier ein „Museumsmontag“ angeboten, an dem man das Museum in den Abendstunden von 18 bis 21 Uhr kostenfrei besichtigen kann. Sehenswert!

Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden – 0351 8232759 – https://www.mhmbw.de/

Ganz einfach kommt ihr mit dem Zug nach Dresden!

2. Fans der Antike und klassischen Kunst werden im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke in München fündig.

Es muss nicht gleich Rom oder Paris sein - Im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke in München werden die wichtigsten Statuen von antiken Göttern und Helden, aber auch Normalsterblichen, gesammelt zur Schau gestellt. Perfekte Proportionen griechischer und römischer Statuen beeindrucken auch heute noch und hier findet ihr sie alle an einer Stelle. Auf neunhundert Quadratmetern allein im Erdgeschoss gibt es hier einiges zu sehen. Regelmäßige Sonderausstellungen wie die bis April laufende „PATARA − Lykiens Tor zur römischen Welt“ ergänzen das Programm wunderbar. Zwischen den Zentauren und Aphroditen fühlt man sich in eine andere Welt voller Phantasie versetzt. Dienstag um 18 Uhr finden Führungen statt. Aber aufgepasst, in diesem Labyrinth von Figuren verirrt man sich leicht!

Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München – 089 2892 7690 – http://www.abgussmuseum.de/

Na dann, auf nach München!

3. Nicht nur Tierfreunde finden im zoologischen Museum in Hamburg ihr Glück und jede Menge neues Wissen über die Natur.

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Eintauchen in eine andere Welt: den etwas anderen „Zoobesuch“ erlebt ihr in der Hansestadt Hamburg im Zoologischen Museum. Flora und Fauna aus ganz Mitteleuropa bieten hier überwältigende Eindrücke. Seht euch Skelette und Modelle von Walen an, und begutachtet andere beeindruckende lebensnahe Tierpräparate, wie die lebensgroßer Bären und Walrosse. Ein besonders berühmtes Beispiel ist das ehemalige NDR-Maskottchen Antje, welches dermoplastisch konserviert wurde und hier Einzug gehalten hat. Noch nie ein Okapi oder Nashorn gesehen? Dann wird es aber Zeit!

Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg – 040 428382276 – www.cenak.uni-hamburg.de/ausstellungen/museum-zoologie

Zugverbindungen nach Hamburg findet ihr hier

4. Die Geschichte der Sozialdemokratie wird ausführlich im Willy-Brandt-Haus in Berlin spürbar.

Für Politikinteressierte ein Muss: das architektonisch modern anmutende Willy-Brandt-Haus in der Hauptstadt Berlin zeigt innen eine drei Meter vierzig hohe Skulptur des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Wer sich für die Geschichte der SPD interessiert, ist hier genau richtig. Regelmäßig werden Kunstausstellungen und Lesungen angeboten, die sozialdemokratische Geschichte wird interessant dargestellt, und auch die Architektur ist sehr sehenswert. Gläserne Außenwände symbolisieren die Offenheit der Räumlichkeiten. Das Haus vereint viele Funktionen: Parteizentrale, Büro, Geschäftsgebäude und dient als zentraler Kultur- und Kommunikationsort. Den Hauch der großen Politik spürt man an manchen sitzungsfreien Tagen, an denen die Möglichkeit besteht, einen Blick in den Präsidiumssaal oder den Hans-Jochen Vogel-Saal zu werfen, die sonst dem SPD-Vorstand vorbehalten sind. Das Willy-Brandt-Haus in Berlin kann man jederzeit kostenlos besichtigen. Wichtig: Ihr benötigt einen Lichtbildausweis (Führerschein oder Personalausweis), um eingelassen zu werden.

Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin - 030 2599 3700 – www.willy-brandt-haus.de

Interesse geweckt? Dann auf mit dem Zug nach Berlin

5. Für Mode- und Designliebhaber ist das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt die erste Adresse.

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Das Museum in der hessischen Metropole gibt Themen wie Design und Mode Raum für künstlerische Interpretationen. Neuartige Präsentationsformate und neue Perspektiven von Gegenwart und Geschichte der angewandten Kunst werden in wechselnden Ausstellungen zelebriert. Lasst euch inspirieren und taucht in die Welt von Mode und Design ein. Zu jeder Ausstellung werden außerdem regelmäßig Workshops zum Mitmachen angeboten, auch für Erwachsene. Im Rahmen des Frankfurter Programms „Satourday“ bieten viele Museen in Frankfurt jeden letzten Samstag im Monat freien Eintritt an, so auch das Museum für angewandte Kunst.

Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt - 069 2124 4539 – www.museumangewandtekunst.de

Ganz einfach lässt sich Frankfurt mit dem Zug erreichen

Nicht nur bei schlechtem Wetter lohnt sich ein Besuch. Überzeugt euch selbst, dass die lange gehegten Vorurteile, dass Museen staubtrocken und langweilig sind, endgültig Ihre Gültigkeit verloren haben. Und wenn es dann auch noch kostenfrei ist, dann ist man doppelt geneigt, ins Museum zu gehen. Nehmt eure Freunde mit und nichts wie los um Neues zu entdecken! Wir bieten euch die passenden Tickets, um dorthin zu kommen. Vormerken: Am 21.Mai 2017 ist internationaler Museumstag, an welchem viele Museen besondere Angebote und ein vielfältiges Programm mit Sonderausstellungen und Workshops anbieten.